Raus aus dem Panikmodus – so gelingt´s

Verwöhnte Gesellschaft = schwache Gesellschaft

Es sind Zeiten wie diese, wo sich herauskristallisiert, wer über innere Stabilität verfügt und wer nicht.

Für mich ist  das Corona Thema ein Weckruf für unsere heutige Gesellschaft, aber natürlich auch für jeden einzelnen von uns.

Wenn wir uns die Situation nach 1948 ansehen, dann erkennen wir (abgesehen von der ehemaligen DDR) minimale Unterstützung und Einflussnahme von „Oben“, gleichzeitig herrschte maximaler Zusammenhalt untereinander. Es galt, etwas aus Trümmern zu machen. Es galt, trotz Leid und schwerer Schicksale die Arme hochzukrempeln und neu anzufangen.
Es galt, nach vorne zu schauen.
Es galt hoffnungsvoll zu sein, trotz des Horrors, inmitten dessen man sich nur Monate vorher noch befand.

Es galt, sich neu zu (er)finden.

Was Unterstützung und Einflussnahme „von Oben“ betrifft, so ist das Pendel heute auf der anderen Seite der Skala angekommen. Noch nie war eine Gesellschaft derart verwöhnt wie die der westlichen Welt heute.

Für scheinbar jedes Problem, wird eine externe Autorität angerufen. Die Politik, die Ärzte, die Experten, die Standesvertretungen, die Parteien, die Staatsgewalt.

Diese Autoritäten springen natürlich gerne ein. Aber wer denkt, dass hier nur selbstlose Menschenfreunde tätig sind, der könnte auch denken, dass Facebook und Google mit all ihren kostenlosen Leistungen nur das höchste Wohl des Einzelnen im Auge haben.

Dem ist aber leider nicht so.

Die Geschichte zeigt es unmissverständlich: Wer zu viel Entscheidungsgewalt abgibt, gelangt früher oder später in raues Fahrwasser.

Wer sich einmal in rauem Fahrwasser befindet, sieht sich oft auf sich selbst zurückgeworfen. Diesen Umstand kann man voller Selbstmitleid anprangern, oder aber die Ärmel hochkrempeln, in die Hände spucken und nach Lösungen Ausschau halten – nach dem Motto: Jetzt komme ich. Mal sehen, wie wir das wieder hinbiegen.

Rückbesinnung auf die eigenen Kräfte

Unser Thema ist Gesundheit und (Selbst-)Heilung. Wie verhalte ich mich heute also stark und selbstverantwortlich, trotz des sich um mich herum immer höher auftürmenden Irrsinns?

Ich meine, wenn ein Viktor Frankl vier Jahre Konzentrationslager nicht nur überstehen, sondern danach ohne Verbitterung und Hass, voller Lebensmut weitermachen kann, dann sollte das auch in einer Corona Krise möglich sein.

Frankl hatte natürlich einen Vorteil: sein Geist war geschult, er wurde im KZ nicht zum kopflosen Huhn, sondern besann sich auf die von ihm zuvor für Patienten der Psychiatrie zurechtgelegten Strategien. Zu diesen gehörten:

  • das Leben als lebenswert wahrnehmen, egal, wie schlimm die Umstände auch sein mögen
  • Freuden in ganz kleinen Dingen finden: einem Stück Brot, einem Sonnenuntergang, einem freundliches Wort, einem Atemzug
  • auch ganz schweres Fehlverhalten einer großen Masse zu verzeihen, ohne Groll nach vorne zu schauen

Vor allem aber ist die heutige Krise eine Gelegenheit dafür, sich auf seine eigenen Stärken und Fähigkeiten zu besinnen. Dazu braucht man weder eine besondere Ausbildung noch Fähigkeiten.

Ich spreche von den im „Betriebssystem des Menschen“ angelegten Qualitäten wie tiefes Vertrauen in die eigene Wirkmacht, Hilfsbereitschaft, aber auch dem Bewusstsein, von einer höheren Kraft gehalten zu sein – ja ein Teil dieser über allen Unwägbarkeiten des irdischen Lebens stehenden Kraft zu sein.

Jeder Mensch lebt die ersten Monate seines Lebens in diesem Bewusstsein. Durch Erziehung und Lebensumstände und so manche verdrehten gesellschaftlichen Werte werden wir phasenweise zu kopflosen Hühnern.

Aber: eine Rückbesinnung auf das, was mich als menschliches Wesen ausmacht, ist jederzeit möglich. Es ist vielleicht besonders gut dann möglich, wenn die gewohnten Schutzmauern rundherum wegbrechen.

Ultimative Angstfreiheit

Was heißt das konkret im heute vorherrschenden Panik Modus:

Ich habe keine Angst vor Viren

Ich habe keine Angst vor dieser Krankheit. Ich muss eine Infektion nicht unbedingt herausfordern, aber sollte es mich erwischen, besinne ich mich in erster Linie auf die mir innewohnende Heil-Intelligenz, die tagtäglich mit derartigen Eindringlingen fertig wird. Ich weiß, dass nach heutigen Erkenntnissen 99,9% aller Menschen ohne Problem nach einer Corona Infektion weiterleben. Ich weiß, dass ich mich auf meine Heilkraft verlassen kann, viel mehr noch, als auf Medikamente oder Behandlungen. Keine Sekunde lasse ich mich von steigenden „Infektionszahlen“ oder knapp werdenden Krankenhausbetten aus der Balance werfen. Denn diese Balance ist der Gehalt für meinen inneren Arzt.

Ich habe keine Angst vor dem Sterben

Ich weiß aber auch, dass ich eines Tages diesen Körper verlassen werde. Wenn dieser Tag gekommen ist, werde ich in Würde und voller Dankbarkeit hinübertreten auf die andere Seite. Ich sehe den Tod des Körpers als Geburtsvorgang des Bewusstseins. Ich weiß, dass das, was auf der anderen Seite auf mich wartet, Anlass zur aller größten Freude ist. Einer Freude, die wir uns hier auf Erden mit unseren Sinnen gar nicht vorstellen können.
Wenn meine Zeit gekommen ist, werde ich nicht um zusätzliche Monate, Wochen oder Tage betteln. Warum sollte ich? Denn bis hierhin habe ich jeden Tag so gut erfüllt, wie es mir möglich war. Somit schaue ich dankbar auf eine ganz und gar gelungene Lebensreise zurück. Und freue mich, auf das, was mich nach der „Geburt“ erwartet.

Ich habe keine Angst vor dem Leben:

Ultimativ heiß das oben Gesagte: was auch immer kommt im Leben, ich werde damit konstruktiv umgehen. Ich lebe in dem Bewusstsein, einerseits in mir selbst zu ruhen, andererseits von einer wohlmeinenden höheren Macht gehalten zu sein. Ich achte auf meine Gedanken- und Gefühle denn ich weiß, mit ihnen bestimme ich über meine Lebensqualität. Ich genieße die schönen Seiten des Lebens, und jeder einzelne Tag ist voll davon. Ich weiß aber auch, dass Unwägbarkeiten nicht zu vermeiden sind, sehe sie als interessante Gelegenheit an, mit der mir innewohnenden Wirkmacht damit umzugehen und sie ultimativ als Wachstumschance zu nutzen, anstatt mich als vom Schicksal gebeutelt wahrzunehmen.


Ich lasse mir aber auch keine Angst vor dem Leben MACHEN.
Menschen, Medien oder Institutionen, die dies versuchen, gehe ich so gut es geht aus dem Weg.

Mich würde interessieren: Wie manövrierst Du durch diese bewegten Zeiten? Nutze doch die Kommentarfunktion, um mir davon zu berichten.

2 Kommentare

  1. Das ist ein sehr hilfreicher Beitrag zu meinen oft ‚wackligen‘ Gedanken und Gefühlen, wenn sich gerade Mal wieder Hilf- und Mutlosigkeit breit machen. Wunderbar finde ich den Satz: diese Balance ist das Gehalt für den inneren Arzt. 🥰, Den werde ich mir jetzt immer ins Bewusstsein holen, wenn ich stimmungsmäßig abrutsche. Es ist ein sehr trõstlicher Artikel, der Mut macht, in dem momentanen Chaos auch eine große Chance zu sehen.

  2. Gratulation, Und ich sage Danke für die klaren Gedanken. Besser hätte ich es nicht ausdrücken können. Mit Herzlichen Grüßen
    Barbara K.

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