beobachten statt Forschen

Erkenntnis durch simples Beobachten

In diesem Artikel wird die provokante Frage diskutiert, ob wir zuviel auf Tabellen und Zahlen schauen und zuwenig auf Beobachtbares.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es eine frappante Anzahl an Kindbettfieber an öffentlichen Geburtseinrichtungen. Im Gegensatz dazu, war das Problem bei Heimgeburten eher selten.

Ignaz Semmelweis hatte in den 1850er Jahren durch Beobachtung herausgefunden, dass die Krankheit bei denjenigen Ärzten besonders häufig auftrat, die auch Leichen sezierten. Und dass die Fälle dann zurückgingen, wenn sich diese die Hände wuschen. (Die daraus resultierende Handlungsanweisung wurde jedoch von den damaligen Göttern in weiß als Affront aufgefasst.)

Ohne, dass die Existenz von Keimen auch nur bekannt war, hatte Semmelweis durch simples Beobachten einen wichtigen und lebensrettenden Zusammenhang erkannt.

Als kleiner Nebensatz zu dieser Geschichte: die Kollegen Semmelweis´ betrachteten dessen Erkenntnisse als pure Absurdität, er wurde mit 47 Jahren in eine Psychiatrische Klinik eingeliefert und verstarb dort innerhalb von 2 Wochen. 

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Im Folgenden noch eine weitere kleine Geschichte, die zeigt, auf welch einfache Weise man noch vor 250 Jahren Forschung & Medizin betrieben hat – und wie erfolgreich das war:

1754 bezweifelte der britische Schiffsarzt James Lind, dass die Menschen, die an Skorbut erkrankten, richtig behandelt wurden. Die Seemänner waren damals oft wochenlang mit dem Schiff unterwegs und mussten von den Vorräten an Bord leben. Manchmal war das nichts als Schiffszwieback.

Heute nimmt man an, dass es unter diesen extremen Ernährungsbedingungen zu einem Vitamin C Mangel kam und die Seefahrer deshalb an Skorbut erkrankten. Symptome sind Muskelschwund, hohes Fieber und schwerer Durchfall, oft mit Todesfolge. 

Damals kannte man noch keinen Stoff namens Vitamin C, der unter anderem in Zitrusfrüchten vorkommt. Erst 1921 wurde die Ascorbinsäure durch den Biochemiker Silvester entdeckt und Vitamin C benannt.

Zu der Zeit von James Lind gab es sechs verschiedene Behandlungsmethoden von Skorbut: Obstwein, Schwefelsäure, Essig, Muskatnuss, Orangen und Zitronen. 

Lind suchte 12 Seeleute die alle an denselben Skorbut Symptomen litten, und brachte sie unter gleichen Bedingungen in punkto Unterkunft und Verpflegung unter. Weiters teilte er diese zwölf Seeleute in sechs Gruppen ein. Jede dieser Zweiergruppen wurde nun je einer der sechs üblichen Behandlungsmethoden unterzogen.

Die Behandlung mit Zitrusfrüchten zeigte mit Abstand die beste Wirkung.

James Lind veröffentlichte seine Entdeckung, woraufhin Sorge getragen wurde, dass auf allen Schiffen Zitronensaft mit an Bord war. Als Folge ging die Zahl der Skorbut Erkrankungen rasant zurück.

Und jetzt stelle ich eine provokante Frage: Warum betreiben wir diese Art von Forschung heute nicht mehr? Warum quartiert man nicht 12 Krebspatienten (mit derselben Krebsart und im selben Stadium) in einer Klinik ein und lässt jeweils 2 davon folgende Therapieform ausprobieren:

  • Cannabis Öl
  • DMSO
  • Spezielle Ernährung (zB ohne Kohlenhydrate)
  • Die Gerald Hagler Kombination: Bengston, Krafttraining, Innenschau, Wald & Barfuß Gehen in der Natur, Atemtraining
  • Reiki
  • Chemotherapie & Bestrahlung

Der ganze Versuch, sagen wir, mindestens über 6 Wochen. 

Und ich meine damit, es wirklich wie damals zu machen, also KEINE tägliche Blutabnahme und -analyse von Krebsmarkern, sondern erst nachdem die 6 wöchige Frist um ist. 

Den Menschen als Ganzes sehen, nicht als eine chemische Suppe, die man jederzeit durchmessen und mit Chemie von außen beeinflussen kann wie einen Swimmingpool. 

Denn die feinstoffliche Ebene – das Bewusstsein – lässt sich nicht messen, zumindest nicht mit den heute zur Verfügung stehenden Mitteln.

Sehr wahrscheinlich ist es trotz modernster technischer Einrichtungen auch heute noch so, dass wir – wie zu Semmelweis´ Zeiten – gewisse Faktoren einfach noch nicht verstehen, weil wir sie nicht messen können.

Aber den Effekt beobachten, das könnten wir. Und daraus sinnvolle Schlüsse ziehen. 


Mir ist bewusst, dass das Gesagte provokant ist und ich würde mich sehr für DEINE Meinung dazu interessieren. 

Warum beobachten wir heute nicht mehr, sondern forschen nur noch in Labors? 

Ist es für die moderne Medizin einfacher, eine Blutanalyse durchzuführen, als einem Patienten aufmunternde oder auch mahnende Worte zu schenken?

2 Kommentare

  1. Chemo ist noch immer Mittel erster Wahl, wird von der Medizin eingetrichtert, es geht ja schließlich um viel Geld! Vereinzelt gibt es schon Ärzte, die anderes machen, aber die muß man mit der Lupe suchen! Cannabis ist super, DMSO hat mir nicht geholfen, Gerald Hagler großes Kompliment!

  2. Danke Renate! Es ginge mir nur mal um die Idee, verschiedene Herangehensweisen Seite an Seite zu beobachten. Ich meine, das wäre vergleichsweise kostengünstig durchführbar und könnte gleichzeitig hochinteressante Erkenntnisse zutage fördern. Oder hat da jemand Bammel, im Vergleich mit „harmlosen“ Methoden abzustinken?

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