natur hat unglaubliche heilkraft

Die Heilkraft der Natur richtig nutzen

Durch den Kontakt mit Mutter Erde entsteht ein Ladungsausgleich, der bis auf Zellebene wirkt und dadurch heilend wirkt.

INHALTSVERZEICHNIS:


“Nichts kann über mich kommen, was die Natur nicht wieder heilen könnte.”

Ralph Waldo Emerson 1836 in seinem Schriftstück ‘Nature’

Der Mensch hat sich von der Natur abgeschnitten

Während der Irak- und Afghanistan-Interventionen der Amerikaner wurden 800 Soldaten in Hinblick auf ihre Fähigkeit beobachtet, hinterhältig gelegte Bomben zu erkennen. Man fand heraus, dass die besten Leute diejenigen waren, die aus ländlichen Gegenden stammten und viel Zeit in der Natur verbrachten, beispielsweise als Jäger.

Ein guter Wellenreiter ist in der Lage, den Rhythmus der höchsten Wellen zu erkennen und das Meer entsprechend zu “lesen”. So sucht er sich beim Rauspaddeln die niedrigsten und beim Zum-Ufer-Surfen die höchsten Wellen aus. Zudem haben gute Surfer einen antrainierten Kompass für Meeresströmungen.

Ein erfahrener Segler erkennt einen Wetterumschwung und ein drohendes Gewitter, lange bevor ein Unerfahrener auf die Idee käme, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen.

Doch diejenigen Menschen, die über ein solch feines Sensorium verfügen, stellen heutzutage eine kleine Minderheit dar.

Und sie werden immer weniger. Anfang des 21. Jahrhunderts leben bereits mehr Menschen in Städten als in ländlichen Gebieten. Ein Mensch aus der westlichen Welt verbringt heute täglich über 10 Stunden vor einem Bildschirm und 90% ihrer Zeit in einem Gebäude. Die Hälfte der verbleibenden Zeit sitzt sie in einem Fahrzeug.

heilkraft der natur
Wann fühlen wir uns noch so richtig eingebettet in Natur?

Dies bleibt nicht ohne Folgen. Eine große Zahl von Menschen wirkt genervt, gestresst, nervös, unkonzentriert, schläft schlecht und fühlt sich allgemein nicht wohl in ihrer Haut. „Man sei schon wieder mal urlaubsreif“, hört man oft.

Und was macht man im Urlaub? Lange Strandspaziergänge, Wanderungen, Radfahren, Angeln, Schwimmen, in der Sonne liegen, lesen etc.

Die wohltuende Wirkung all dieser Aktivitäten ist nicht nur auf die körperliche Betätigung zurückzuführen, sondern auch darauf, dass wir uns wieder auf die Frequenz von Mutter Erde einschwingen. Wir bekommen wieder “Bodenhaftung”.

Die Grundfrequenz der Erde beträgt 7,83 Hertz, sie wird nach ihrem Entdecker auch Schumann-Frequenz genannt. Durch die frühe Raumfahrt fand man heraus, dass die Schumann Frequenz gewissermaßen der Taktgeber für unser Gehirn ist. Denn die Astronauten der 1960er und 1970er Jahre hatten mit vielerlei Arten von Unwohlsein zu kämpfen.

Man baute deshalb Schumann Generatoren in die Raumkapseln ein. Von da an waren selbst Astronauten an die Grundfrequenz der Erde angeschlossen, die von der im Gehirn sitzenden Zirbeldrüse empfangen wird. Die Zirbeldrüse ist eine winzige, tief im Mittelhirn sitzende Drüse, die unter anderem großen Einfluss auf den Wach-Schlaf-Rhythmus und die Regeneration von Zellschäden hat.

Eine 2008 durchgeführte Studie brachte ans Licht, dass der Prozentsatz an Amerikanern, die sich zum Campen, Angeln oder Jagen in die Natur begeben, seit 1980 um 1 Prozent jährlich sinkt. Bei einer Umfrage in England gaben 70% der Befragten an, dass sie die besten Abenteuer draußen erlebt hatten. Von ihren Kindern sagten das nur noch 20 Prozent.

Das Getrennt-Sein von einem natürlichen Umfeld fordert einen hohen Tribut. Wir schneiden uns nicht nur von einer – normalerweise permanent wirkenden – Heilkraft ab, sondern belasten den Körper meist gleichzeitig durch unreine Luft, Lärm, das Gefühl von Zusammengepfercht-Sein bei Gleichzeitiger Vereinsamung.

Über 30% der erwachsenen Bevölkerung Nordamerikas – und man darf davon ausgehen, dass die Zahlen in Europa ähnlich sind oder sich ihnen zumindest annähern – nehmen heute regelmäßig Antidepressiva ein. Um die Jahrtausendwende lag diese Zahl noch bei etwa 10 Prozent. Es handelt sich also um einen exponentiell wachsenden Trend. Aber auch eine Reihe anderer Krankheiten stiegen nachweislich aufgrund des urbanen Lebensstils in den letzten Jahrzehnten stark an, allen voran:  

  • Kurzsichtigkeit
  • Übergewicht
  • Diabetes
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Depression

Anmerkungen des Autors:

Bereits 1982 wurde der Film “Koyaanisqatsi” veröffentlicht. Der Titel stammt von einem Navajo Wort und bedeutet so viel wie “Leben aus der Balance”. In einem Satz formuliert, geht es in dem Film darum, wie die Natur und das Leben im Einklang mit derselben mehr und mehr durch “moderne Errungenschaften”, wie Fabriken, Straßen, Bildschirme, Pipelines, Hochhäuser, Einkaufszentren, etc.  abgelöst wird.

Ich war damals 13 Jahre alt und von dem Film tief berührt. Denn meine Verbindung zur Natur war schon als Kind eine außergewöhnliche.

Ich bin in einer ländlichen Gegend aufgewachsen, am Ortsrand eines 1000 Seelen Dorfes, umringt von Äckern und Grünland. Wir Kinder durften uns draußen frei bewegen, das heißt, Freunde besuchen, in ein kleines Wäldchen gehen oder zum Fußballplatz radeln. Wann immer es das Wetter zuließ, war ich draußen unterwegs.

Am liebsten hielt ich mich in einem kleinen Waldstück nahe meinem Elternhause auf, das für mich eine eigene kleine Welt darstellte. Es gab hier alte Baumaschinen, die vor sich hinrosteten, und es gab Böschungen und Hügel, auf denen man sich wunderbar verstecken konnte und wo man Feuer machen, Kartoffel braten, Pfeil und Bogen schnitzen und auf Bäume klettern konnte.

Zudem war mein Großvater Jagd-Revierleiter im Dorf und fuhr mit Ausnahme der Winterzeit abends täglich hinaus, um von einem der Hochstände aus den Wildbestand zu beobachten. Er nahm mich oft mit, und obwohl ich immer nur ganz still dasitzen musste und nichts sagen durfte, um die Tiere nicht zu verschrecken, waren dies ganz besondere Momente.

Als Dreizehn- oder Vierzehnjähriger fuhr ich dann mit dem Fahrrad in die einige Kilometer entfernte Au, einer Art Überlauf- und Naturschutzgebiet der Donau. Dort hatte ich meinen, nur über einen schmalen Trampelpfad erreichbaren Kraftplatz. Ein wunderbarer alter Baum, dessen stärkster Ast quer über einen kleinen Fluss wuchs. Auf diesen kletterte ich und verbrachte nicht selten Stunden dort, ohne mich zu bewegen, oder irgendetwas zu tun.

Da ich nicht das einfachste Verhältnis mit meiner Mutter und auch jede Menge Probleme in der Schule hatte, war meine Jugend nicht gerade unbelastet. Dieser Platz in der Au war mein Reinigungs- und Kraftort. So schlecht ich mich auch manchmal fühlte, wenn ich dort ankam, nach ein bis zwei Stunden war ich jedes Mal völlig ausbalanciert, in meiner Mitte und fühlte mich wieder in der Lage, mich den durchaus heftigen Herausforderungen von Schule und Familie zu stellen.

Aus dieser Passion für das “Wilde” ergab sich auch das eine oder andere Abenteuer. Mit 19 Jahren wollte ich unbedingt ein unberührtes, völlig verwildertes Stück Natur in Ost-Österreich erkunden. Der Haken war nur, dass dies ein Truppenübungsplatz war – Eintritt strengstens verboten. Also ließ ich mich mit einem Schlauchboot aus dem nächstgelegenen Ort flussabwärts treiben, bis ich in eben diesem Truppenübungsplatz ankam, stieg dort aus und streifte einen ganzen Tag lang mit Fotoapparat und Notizblock durch das verbotene Gelände. Es war ein phantastisches Erlebnis, aus dem damals eine meiner ersten Magazin-Geschichten entstand.

Im Laufe der Jahre habe ich oft meinen Lebensmittelpunkt geändert. Aber an welchem Ort oder in welchem Land ich auch war, nach kurzer Zeit suchte ich mir immer einen Kraftort, an dem ich alleine sein und einfach nur sitzen und in meine natürliche Umgebung eintauchen konnte. Wie heilsam dies für mich jeweils war, wurde mir erst später bewusst. Ich war zwar oft von Menschen umgeben, die sich selbst als recht naturverbunden einstuften, aber dieses Einfachnurstundenlangstill aneinemOrtSitzen, war doch etwas exotisch und für die meisten schlicht und einfach zu “langweilig”.

Meinem Empfinden nach herrscht in der Wildnis die perfekte Balance, auf die sich sowohl körperliche als auch geistige Energien nach und nach einschwingen.

Exakt dieses Empfinden hat einer der weisesten Menschen unserer Zeit in Worte gefasst und in ein daraus abgeleitetes Sadhana (= spirituelle Hausaufgabe) kanalisiert:

Der indische Mystiker Sadguru schreibt allen Besuchern seines Ashrams in Südindien vor, mindestens eine halbe Stunde pro Tag direkten Hautkontakt mit der Erde zu haben, also auf einer Wiese zu liegen, barfuß zu gehen, oder einfach mit den Händen den Boden zu berühren. Sadguru sagt, dass alleine dadurch die Körperenergien auf wunderbare Weise ausgeglichen werden.

natur heilt

“Die Erde, auf der du wandelst, verfügt über eine enorme Intelligenz. Indem Du mit deinen Händen die Erde berührst, reorganisiert sich Dein ganzes System auf mehreren Ebenen. Warum ist das so? Weil unser Körper aus nichts anderem als genau dieser Erde besteht – von der wir für die Zeitspanne unseres Lebens nur Elemente ausgeborgt haben. Und wir werden diese eines Tages Atom für Atom wieder zurückzahlen.”

Sadguru (indischer Mystiker)

Großstädte begünstigen psychisches Ungleichgewicht

Unsere immer mehr auf Daten und Algorithmen basierende Welt bietet der Forschung enorme Möglichkeiten. So konnte man in Dänemark die erst vor kurzem (2019) abgeschlossene, bislang größte und umfangreichste Studie zum Thema Umwelt & mentale Gesundheit präsentieren:

Zuerst klassifizierte man auf der Basis von Satellitendaten alle Wohngegenden des Landes. Und zwar in Hinblick auf “grüne Umgebung”.  Dann filterte man aus der dänischen Bevölkerung alle zwischen 1995 und 2003 Geborenen heraus, die während ihrer ersten zehn Lebensjahre am selben Ort wohnten – eine Bevölkerungsgruppe von immerhin einer Million Menschen.

Nun wurde folgende Frage gestellt: Wo wuchsen diejenigen Menschen auf, die sich laut dänischem Patientenregister in ambulante oder stationäre psychiatrische Behandlung begaben? Es wurden 16 psychische Krankheitsbilder spezifiziert, also z.B. Depression, Angststörung, Schizophrenie, etc.

Man konnte voraussehen, dass Kinder, die mehr Natur rund um ihren Wohnort genießen konnten, aus reicheren Familien stammten und daher mental stabiler sein würden. Also hat man auch noch die familiären Einkommensverhältnisse als Faktor miteinbezogen und die Daten entsprechend gefiltert. Das Ergebnis war ebenso eindeutig wie überraschend:

„Wir dachten, dass wir vielleicht einen interessanten Zusammenhang innerhalb einer Gruppe von Krankheiten sehen würden“ sagt Kristine Engemann, die Studienleiterin.

„Aber es ging klar hervor, dass Menschen, die in natürlicher Umgebung aufwachsen, generell ein geringeres Risiko haben, psychisch zu erkranken.” Dabei wäre es egal, wo in Dänemark die Kinder lebten, oder wie sich das soziale Umfeld in der Wohngegend gestaltete.

In einem Satz zusammengefasst: Kinder, die in Betonwüsten aufwachsen müssen, haben ein 55 % höheres Risiko, psychisch zu erkranken.

Details zu dieser Studie können hier eingesehen werden: https://is.gd/bCCIKM

Man könnte natürlich einwenden, dass der Zusammenhang nicht unbedingt kausal sein müsse, dass also die Korrelation zwischen natürlichem Wohnumfeld und stabilerer mentaler Gesundheit auch Zufall sein könne.

Und genau darauf gibt eine andere Studie zum selben Thema Antwort: 

In der amerikanischen Stadt Philadelphia fand man 110 Plätze in der Nähe von Hochhäusern, die ungenutzt waren, und an denen es möglich war, einen Mini-Erholungspark einzurichten. Genau das tat man an 37 davon.

Weitere 37 ließ man unverändert und an den verbleibenden 36 wurden lediglich regelmäßige Reinigungsarbeiten durchgeführt. An jedem Ort interviewte man vier Personen und zwar sowohl vor der Ortsveränderung als auch danach. Die Interviewer waren in den Studienzweck nicht eingeweiht, sie erhoben lediglich Daten der Anwohner zum Thema psychische Gesundheit. Das Experiment erstreckte sich über einen Zeitraum von vier Jahren und brachte folgende Ergebnisse:

Personen aus der Anwohnergruppe, die mit einem Mini-Erholungspark beglückt wurden, fühlten sich um 42 % weniger depressiv, 51 % weniger wertlos und in einer um 63 % besseren psychischen Gesundheit als vor der Begrünung.

In den beiden Vergleichsgruppen gab es dagegen keine signifikanten Veränderungen.

Details zu dieser Studie wurden hier publiziert:

https://is.gd/IiOrxW

Gartentherapie – die Heilkraft der Natur zuhause

Im Jahre 2013 wurde in einem Heim für Demenzkranke folgender Versuch durchgeführt: Eine Patientengruppe durfte zweimal wöchentlich 15 Minuten in einem Snoezelen-Raum – einer speziell designten Umgebung zur Stimulation von Sinneswahrnehmung – verbringen. Eine zweite Patientengruppe hielt sich für die gleiche Zeitspanne in einem Raum auf, in dem ein kunstvoller japanischer Garten angelegt worden war.

Man zeichnete während der Besuche zum einen die Herzrate und zum anderen Verhaltensänderungen auf.

Das Ergebnis war, dass bei den Besuchern des japanischen Gartens eine deutlich reduzierte Pulsfrequenz gemessen wurde, und zwar ausnahmslos bei allen Patienten und bei jedem einzelnen Besuch. Bei der Vergleichsgruppe wurden dagegen kaum Abweichungen der Herzrate gegenüber dem Ausgangswert festgestellt.

heilwirkung von natur

Auch verhaltenspsychologisch reagierten die Gartenbesucher positiver als die Patienten, die sich in dem vergleichsweisen künstlichen Umfeld des Snoezelen-Raumes aufhielten. Dies wurde insbesondere deutlich, als der japanische Garten abgebaut und wieder mit der normalen Einrichtung ausgestattet wurde. Jetzt reagierten die Gartenbesucher verärgert, sie hatten sich nicht nur an den japanischen Garten erinnert, sondern wollten diesen auch wieder in seiner ursprünglichen Form erfahren.

Die Publikation dieser Studie kann hier eingesehen werden: https://is.gd/SUYZ4m

Die Gartentherapie (Fachbegriff “Hortikulturelle Therapie”) ist eine relativ neue, alternative Herangehensweise bei mentalen und stressbedingten Störungen, die sehr vielversprechend scheint. Wie der Name schon impliziert, werden in der Gartentherapie pflanzen- und gartenbezogene Aktivitäten und Erlebnisse angeboten, und das selbstverständlich an frischer Luft.

Was der gesunde Menschenverstand bereits suggeriert, wird von der Wissenschaft bestätigt: Aktivität im Freien und Beschäftigung mit Pflanzen hat eine gesundheitsförderliche Wirkung.

“Die Kombination aus Kontakt mit der Natur, selbstbestimmter physischer Aktivität und beobachtbarer Auswirkung meines Tuns (auf eine Pflanze) zeigt höchst vielversprechende Resultate.” sagt Thomas Erskine, hortikultureller Therapeut aus Atlanta, USA. “Und für ein paar Augenblicke können die Patienten den frenetischen Lärm einer sich beschleunigenden Welt vergessen, ein Faktor, der bei therapeutischen Aktivitäten in einem Gebäude oft fehlt.”

Niemand soll glauben und niemand darf es glauben, dass der Arzt den oder jenen geheilt hat. Es steht nicht in seiner Macht. Die Natur heilt, der Arzt behandelt.”

Georg Groddeck

Earthing – die Heilkraft der Natur bewusst aufnehmen

Der heilsame Effekt von direktem Hautkontakt mit Mutter Erde, der in vielen alten Kulturen und Traditionen fest verankert ist, wurde erst vor kurzem von der “modernen Welt” wiederentdeckt und wissenschaftlich untersucht.   

“Earthing” oder “Grounding” nennt man es heute, zu Deutsch simpel: Erden.

die Heilwirkung von naturkontakt
die Heilwirkung von Naturkontakt lässt sich bis auf Zellebene zeigen

In den 1970er Jahren gründete der Amerikaner Clint Ober eine Firma, die Privathaushalte mit Kabelfernsehen ausstattete. Wegen einer schweren Erkrankung ging er in den 90er Jahren in Rente.

Eines Tages beobachtete er auf einer Parkbank sitzend die Passanten. Dabei fiel ihm auf, dass praktisch alle Menschen, die an ihm vorbeigingen, Schuhe mit einer Gummisohle trugen.

Ober dachte sich: “Ein Fernsehsignal ist dann perfekt, wenn es über ein entstörtes Kabel übertragen wird. Die Entstörung erreicht man über eine geerdete Abschirmung der signalführenden Leitung. Könnte diese Art der Abschirmung bzw. Entstörung auch für den menschlichen Organismus eine Rolle spielen?”

Diese Eingebung führte in den Folgejahren zu zahlreichen Versuchen Obers, die er – fasziniert von der Materie – als Privatperson durchführte und immer weiter vorantrieb. Aufgrund seiner Beharrlichkeit und der vielen anekdotischen Erfolgsstories gelang es schließlich, Ärzte und Wissenschaftler für das Thema zu gewinnen.

Und so konnten bis heute dutzende wissenschaftliche Studien zum Thema “Earthing” durchgeführt werden, die alle zum selben Ergebnis kommen: Es ist heilsam, bloßfüßig über nasses Gras zu gehen, in einem unberührten Fluss zu schwimmen, oder sich zuhause vor elektrischen Feldern zu schützen.

Der Körper reagiert auf das Erden mit stark erhöhtem Wohlbefinden und einer besseren Immunabwehr, vor allem aber auch mit dem schnelleren Abheilen von Entzündungsherden.

Die Theorie ist, dass die Erdoberfläche über eine natürliche Ladung von negativen Ionen verfügt, während im Körper des von der Natur entkoppelten Menschen eine positive Ionenladung überhandnimmt. Durch das moderne Leben und den dadurch entstehenden Stress bilden sich zu viele freie Radikale im Körper. Diese greifen dann auch gesunde Zellen an und sorgen für zahlreiche schädliche Effekte, wie zum Beispiel das Entstehen von Entzündungen.

Entzündungen wiederum sind für einen großen Teil aller chronischen Erkrankungen verantwortlich. Durch Earthing findet also ein Ladungsausgleich statt, der den Körper in eine gesündere “Spannung” versetzt. Soweit, so logisch. Das Interessante an der genaueren Erforschung von Earthing ist, dass sich diese gesunde Spannung bis auf die zelluläre Ebene nachweisen lässt. Und je mehr von diesen aufgeladenen Zellen in einem Organ sind, umso gesünder ist das Organ.

Der deutsche Arzt Dr. Klinghardt wendet die Earthing-Techniken aktiv an, und zwar nicht nur, um vorhandenen Beschwerden zu lindern, sondern auch um sich ankündigende Krankheiten abzuwenden. Fertigt man beispielsweise ein Thermogramm (Wärmebild) von schmerzenden Knien an, so stellt man meist fest, dass diese kälter sind als beispielsweise die benachbarten Ober- oder Unterschenkel. Lässt man diese Person 30 Minuten auf einer Wiese barfuß gehen – durchaus auch bei kühlem Wetter – kann man anschließend beobachten, dass sich der Temperaturunterschied aufgelöst hat.

Laut Dr. Klinghardt lässt sich ein Brustkrebs bereits 7 Jahre vor dem Entstehen des Knotens auf einem Thermogramm als “warme Zone” erkennen. Genauso wie im obigen Beispiel verschwindet der Temperaturunterschied durch Earthing-Therapie nach einigen Wochen. Da es Lebensumstände und Wetter nicht immer erlauben, regelmäßig in der Natur barfuß zu gehen, nutzt man sogenannte Earthing-Pads für den Ladungsausgleich. D

ies sind mit leitendem Gewebe, beispielsweise Silberfäden, durchzogene Leintücher oder Fußmatten die über einen Draht geerdet werden. Schläft man auf einem solchen Stoff, ist es möglich, die ganze Nacht lang Ladungsausgleich zu betreiben. Dr. Klinghardt: “Dies ist mit Abstand das preiswerteste und gleichzeitig effektivste Antioxidans.”

“Höhlenmenschen Medizin” nennt es Steven Sinatra, Kardiologe und Ko-Autor des Buches “Earthing”. Seiner Meinung nach ist einer der besten Effekte des Erdens der, dass es blutverdünnend wirkt. Unser Blut sei voller Toxine und zudem oft auch zu dickflüssig. Dies sei der Grund für viele Gesundheitsprobleme wie beispielsweise den Herzinfarkt oder Schlaganfall.


“Stellen Sie sich Ihr Blut wie Ketchup vor. Laufen Sie ein wenig über einen Strand, nasses Gras oder einen Waldboden, so wird aus dem Ketchup (die Konsistenz von) Rotwein. Und raten Sie mal, was sich leichter durch den Körper transportieren lässt.”

Dr. Stephen Sinatra

Waldbaden

Wir leben heute in einer Welt, in der auch die offensichtlichsten Tatsachen mit Studien belegt werden wollen. Und siehe da, in Japan hat man diese Studien zum Thema “Waldbaden” bereits in den 1970er Jahren durchgeführt. Und weil diese so viele positive Effekte zutage gebracht hatten, gibt es “Shinrin Yoku”, was übersetzt so viel heißt wie “ein Bad in der Atmosphäre des Waldes nehmen” als vom Staat bezahlte Therapie.

Und schon springt die Seminar-Industrie auf den Zug auf, und fast an jedem Stadtgarten kann ein zertifizierter Waldbad-Lehrer gebucht werden, der in blumigen Worten dazu auffordert, die Seele baumeln zu lassen. Aber kann eine Seele, die so eng an der Leine der digitalen Ablenkungen gehalten wird, überhaupt noch baumeln?

“Jeder Mann, der gleichzeitig eine Frau küssen und dabei sein Auto sicher steuern kann, gibt dem Kuss nicht genug Aufmerksamkeit.”

Albert Einstein

Smartphones ermöglichen uns, permanent mit der digitalen Welt und damit mit jeder beliebigen Information rund um die Uhr verbunden zu sein. Dies verleitet dazu, Multitasking zu betreiben und genau dieser Versuch, mehr als eine einzige Sache gleichzeitig zu machen, ist zum Scheitern verurteilt. Denn wie sich in wissenschaftlichen Experimenten herausgestellt hat, sind nur 2 % der Bevölkerung in der Lage, zwei oder mehrere Tätigkeiten gleichzeitig durchzuführen.

Multitasking macht krank

David Strayer ist Professor für Psychologie an der Universität Utah und so etwas wie der Multitasking-Papst der Gehirnforschung. Er fand heraus, dass Autofahrer, die telefonieren einer gleich hohen Unfallgefahr ausgesetzt sind wie betrunkene Fahrer. Andere Untersuchungen Strayers belegen, dass durch Multitasking

  • etwa 25% der täglichen Arbeitskapazität vergeudet wird
  • das generelle Stress-Niveau angehoben wird
  • die Dopamin-Ausschüttung angeregt und damit Suchtverhalten gefördert wird
  • die Fehleranfälligkeit drastisch erhöht wird, was beispielsweise bei Ärzten oder Piloten drastische Folgen nach sich ziehen kann
  • kritisches Denken und Problemlösungskapazität eingeschränkt werden

Der Grund, warum Strayers Arbeit hier Erwähnung findet, ist, dass er sich auch mit der Frage beschäftigt hat, inwieweit Naturerlebnisse zur Regeneration des durch Multitasking gestressten Gehirns beitragen. In einem Versuch ließ er eine Gruppe von Probanden durch ein Waldstück wandern, die vorher sämtliche digitalen Geräte abgelegt hatte. Eine Kontrollgruppe musste denselben Weg gehen, wurde aber gebeten, währenddessen ein Telefongespräch über ihr Handy zu führen. Zwanzig Minuten später, wurden bei allen Versuchspersonen die Theta Wellen im EEG gemessen.

Das Ergebnis ist, dass die Gruppe ohne technisches Spielzeug weniger Theta-Aktivität aufwies, also ausgeruhter und entspannter war. Die Gruppe, die telefoniert hatte, wies noch 20 Minuten nach der Wanderung eine erhöhte Thetawellen- Aktivität auf, die ein Indiz für innere Unruhe ist. Dieser Versuch zeigte damit, dass das Benutzen eines Mobiltelefons selbst lange nach dem Gespräch eine unerwünschte Gehirnaktivität bewirkt.

In diesem Zusammenhang sei auch noch ein anderes Faktum zum Thema Handy-Telefonie erwähnt: Dank eines Dunkelfeld Mikroskops kann man Struktur und Bewegungen der Blutkörperchen visualisieren. Bereits nach einem fünfminütigen Handygespräch sind ganz deutlich Verklumpungen festzustellen, und auch die Bewegungen der Blutzellen sind reduziert. Durch das sogenannte “Sludge Phänomen” kommt es zu Sauerstoffmangel im Gewebe und verstopften Kapillaren.

Wollen Sie also Embolien, Herzinfarkte und Schlaganfälle vermeiden, dann halten Sie Ihr Handy vor allem während eines Gesprächs so weit weg vom Körper wie nur möglich.

Ökotherapie – die Heilkraft der Natur therapeutisch nutzen

Bei der Recherche für diesen Artikel stieß ich auf ein Faktum, das mich wirklich überraschte. Der Umweltschutz und das Wissen um das In-Beziehung-Stehen einer intakten Natur mit der psychischen Gesundheit des Menschen ist gut 120 Jahre alt!

Im Jahre 1898 hielt der Arzt Frederick S. Thomas eine Rede bei der Jahresversammlung amerikanischer Ärzte: “Wir haben es heutzutage mit einer zunehmenden Rate an geistig-mentalen Störungen zu tun. Dies liegt an den Stressfaktoren unserer Zivilisation, also Überstimulation, Lärm und Gestank.”

öko Therapie
Die Heilkraft der Natur ist lange bekannt

Wohlgemerkt, diese Analyse wurde vor über 120 Jahren erstellt, lange Zeit also bevor jeder Mensch Zugang zu Elektrizität, Fernsehen oder gar Internet hatte, und zu der die Weltbevölkerung gerade einmal 1,6 Milliarden betrug!

Ebenfalls im 19 Jahrhundert schrieb der Landschaftsarchitekt Frederic Law Olmsted:
“Das Eintauchen in die Natur ist förderlich für Gesundheit, Tatkraft und Intellekt. Über die Freude, die im Moment empfunden wird, hinaus gibt es Langzeiteffekte, die das gesamte Lebensglück positiv beeinflussen.”

John Muir (1838 – 1914), Philosoph, Autor und einer der ersten Umweltaktivisten, dichtete:
“Der Frieden der Natur wird in Dich hineinfließen, wie der Sonnenschein in Bäume fließt. Die Winde werden ihre Frische in Dich hineinwehen, die Stürme ihre Energie, während deine Sorgen wie Blätter im Herbst von dir abfallen werden.“

Diese Zitate lassen erahnen, dass sich Wissenschaftler damals – anders als heute – nicht gescheut haben, sich diesen Themen mit gesundem Menschenverstand zu nähern.

In den 1950er Jahren trafen westliche Wissenschaftler Aussagen wie diese:
“Es ist wesentlich erbaulicher und billiger, psychische Krankheiten zu verhindern oder auch in frühen Phasen zu behandeln, indem wir in regelmäßigen Abständen eintauchen in den Frieden und die Stille, die von den großen Bäumen, den Flüssen und Seen und den Bergen der wilden Natur ausgehen, anstatt zu warten, bis sich eine wirkliche geistige Störung manifestiert.”
J. Berkeley Gordon in The Psychiatric Value of Wilderness

“Die Nähe zu großflächiger, unberührter Landschaft ist für die mentale Gesundheit essentiell – sowohl für Kinder als auch für Erwachsene.”
Karl Menninger

In der Broschüre zur Jahrestagung der American Psychiatric Association 1974 werden “psychische Störungen, hervorgerufen durch menschliche Eingriffe in das natürliche Gleichgewicht” diskutiert, und der Begriff “Ökotherapie” fällt erstmalig.

Aber bis heute tut sich die Ökotherapie schwer, denn tatsächlich gibt es immer noch eine große Anzahl von Wissenschaftlern, die behaupten, es wäre noch einiges an Studien nötig, um den therapeutischen Effekt von Naturerlebnissen zu beweisen.

So schreiben beispielsweise die Autoren des Buches “Your Brain on Nature”:
“Wir leben in einem Wissenschafts-Zeitalter. Also müssen wir wissenschaftliche Beweise finden, dass Natur tatsächlich über Heilkraft verfügt.” 

Hier noch ein Zitat von vor über hundert Jahren, das zeigt, dass wir seither nicht viel gelernt haben:
“Wir leben momentan in Verhältnissen, in denen unseren Kindern und uns selbst der Zusammenhang mit der Natur verloren gegangen ist. Aber das ist eine vorübergehende Folge unsrer industriellen Entwicklung. Früher oder später wird sich der Mensch wieder besser in den großen Zusammenhang der Welt hinzufügen, oder wenn er das nicht tut, wird er zugrunde gehen.”
Georg Groddeck

Wood Wide Web – Pflanzen passen aufeinander auf

Schon vor über 120 Jahren hat Charles Darwin herausgefunden, dass Pflanzen in der Lage sind, auf die Umwelt zu reagieren. Obwohl es weder ein Gehirn noch ein neuronales Netzwerk gibt, können Botschaften von der Wurzel zu den Blättern und umgekehrt gesandt werden. Wenn beispielsweise der Boden trocken wird, schickt die Wurzel die Botschaft an die Blätter: “Jetzt Stomata (Blattfugen) schließen!”. So kann die Verdunstung auf ein Minimum reduziert werden. Darwins Vermutung konnte also durch moderne Forschungsmethoden bestätigt werden.

Aber durch die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Thema wurde eine noch viel erstaunlichere Entdeckung gemacht. Die Wurzeln eines Baumes sind von einer Pilzart namens Mycorrhizal Fungi bedeckt, die unterirdisch gedeiht und kilometerlange Fäden zieht. Die Symbiose mit dem Baum ergibt sich dadurch, dass der Pilz der Pflanze hilft, Wasser und Nährstoffe wie z.B. Phosphor aufzunehmen und dafür im Gegenzug über die Baumwurzel mit Zuckerlösung versorgt wird, die er selbst nicht herstellen kann. Über die langen Pilzfäden ergibt sich ein Netzwerk, das sämtliche Bäume eines Waldes auch artenübergreifend miteinander verbindet.

Da die Analogie des Internets nahe liegt, wurde das Phänomen von Wissenschaftlern ‘Wood Wide Web’ genannt. Diese Verbundenheit repräsentiert etwas, was einem neuronalen Netzwerk nahekommt. Informations- und sogar Nährstoffaustausch ist dadurch möglich. Folgende Beispiele zeigen die Komplexität dieses natürlichen Systems:

Pflanzen unterhalten Verbindungen über weite Distanzen
  • Im Herbst verliert ein Laubbaum seine Blätter und kann jetzt keine Glukose mehr produzieren. Durch das Mycorrhizal-Netzwerk wird bemerkt, dass dieser Baum an einem Nährstoffmangel leidet, woraufhin über dasselbe Netzwerk vermehrt Nährstoffe von Nadelbäumen an diesen transportiert werden.
  • Im Sommer, wenn der Laubbaum über jede Menge Glukose verfügt, schickt er diese an einen Sprössling des Nadelbaumes.
  • Eine Baum-Spezies kann aber auch “bestimmen”, an wen vermehrt Nährstoffe geschickt werden sollen und wer von diesen tendenziell abgeschnitten werden soll. So können eigene Sprösslinge gegenüber artfremden Pflanzen bevorzugt versorgt werden. Es wurde sogar beobachtet, dass Bäume komplett vom Netzwerk abgeschlossen, also quasi gemobbt wurden.
  • Pflanzen können sich auch gegenseitig vor Gefahren warnen. Wird ein Baum von Schädlingen, also z.B. Würmern oder Käfern befallen, so schickt er ein Warnsignal an seine Nachbarn, die daraufhin insektenabweisende Substanzen produzieren.
  • Diese an die Umwelt angepasste Produktion von Chemikalien geht sogar so weit, dass ein Akazienstrauch während einer Trockenphase Stoffe in seine Blätter einlagert, die für eine Antilope, die diese Blätter gerne frisst, tödlich wirken
  • Aber nicht nur über das Mycorrhizal-Netzwerk können sich Pflanzen verständigen, sondern auch über die Abgabe flüchtiger Substanzen, sogenannter Botenstoffe, die über das Blattwerk abgesondert und von den Nachbarn aufgenommen werden können. Auch so kann eine Warnung beispielsweise vor blattfressenden Raupen weitergeleitet und eine entsprechende Reaktion bewirkt werden.

Überlegungen des Autors:

Wenn Pflanzen in der Lage sind, sowohl auf Zellebene wie auch auf ätherischer Ebene zu kommunizieren, und zwar durchaus in komplexer Weise, wäre dann die Vermutung weit hergeholt, dass auch ein Mensch, der mit seiner Haut die Erde berührt, Teil dieses ätherischen Netzwerkes wird, und auf diese Weise heilende und ausgleichende Energien übertragen werden?

Aus meiner Erfahrung als “Naturbademeister” ergibt sich eine maximale Heilwirkung durch Natur durch folgende Faktoren:

  • Alleinesein ist besser als in der Gruppe. 
  • Unberührte Wildnis ist besser als ein Stadtpark.
  • Eineinhalb Stunden ist die Mindestdauer (für mich sind auch 3 Stunden noch ein Genuss) pro Session, bei mindestens einer Session pro Woche
  • Sich den ordnenden Kräften der Natur öffnen und hingeben. Diese Hingabe ist von transformativer und am Ende Ihres Lebens gar von ultimativer Bedeutung. Der Azteken-Sprecher Xokonoschtletl sagt dazu: “Wenn ihr endlich versteht, was Natur ist, werdet ihr nie wieder den Tod fürchten.”
  • Seinen eigenen Kraftplatz finden und dort regelmäßig verweilen.
  • Seien Sie sich der Endlichkeit Ihrer körperlichen Existenz bewusst, genau wie dem gleichzeitigen Eingebettetsein in die Unendlichkeit der Schöpfung. 

Heilkraft der Natur als Placeboeffekt

Wenn Patienten im Krankenhaus durchs Fenster grüne Bäume sehen, werden sie schneller gesund. Sie brauchen weniger Schmerzmittel, rufen seltener nach Pflegepersonal und können früher entlassen werden als Patienten mit der gleichen Krankheit, die nicht ins Grüne sehen können. Zu diesem Ergebnis kommt eine vielbeachtete Studie des Architektur-Professors Roger Ulrich, durchgeführt im Jahre 1984. Quelle: https://is.gd/TcrRxO

Nicht immer ist es jedoch möglich, einen Ausblick auf die Natur bereitzustellen, so manches Krankenzimmer hat noch nicht einmal ein Fenster.

Elaine Poggi, Fotografin aus Florenz, verlor 2002 ihre Mutter, die an Krebs litt. Die kalte und sterile Krankenhausumgebung war ihr ein Dorn im Auge, und so begann sie, ihre Fotografien in Krankenzimmern aufzuhängen, sehr zur Freude von Patienten, Personal und Besuchern. Die Initiative stieß auf ein derart gutes Echo, dass daraus eine globale Bewegung wurde, bei der bereits über 400 Krankenhäuser weltweit mitmachen.

“Weiße, sterile Wände begünstigen Stress und Angstzustände, während farbenfrohe Bilder von Natur beruhigend, hoffnungsvoll und ermutigend wirken.” sagt Elaine Poggi.

Eine 2011 durchgeführte Studie der University of London bestätigt die Vermutungen Poggis: Man fand heraus, dass Patienten beim Anblick eines schönen Bildes mit einem Naturmotiv eine ähnliche körperliche Reaktion zeigten wie beim Besuch eines geliebten Verwandten.  

Aufbauende Bilder haben also einen positiven physiologischen Effekt auf das Gehirn, und zwar egal, ob man durch ein Fenster blickt, oder eine Fotografie betrachtet. Die Fotografie könnte solcherart als Placebo verstanden werden.

Zusammenfassende Alltagstipps zur Unterstützung von Heilung:

  • Halten Sie sich möglichst oft und möglichst lange in der Natur auf. 
  • Wir sind bestrebt, dass unsere Kinder eine gute Ausbildung fürs Leben erhalten und vergessen dabei, dass es noch wichtiger wäre, ihnen eine gute Basis für lebenslange Gesundheit zu geben. Je mehr Naturkontakt Sie Ihren Kleinen ermöglichen, umso fundierter wird diese Basis.
  • Telefonieren Sie nicht mit dem Handy direkt am Kopf. 
  • Kennen Sie jemanden, mit einer psychischen Krankheit? Legen Sie dieser Person eine Gartentherapie ans Herz.
  • Sollten Sie einmal ans Bett gefesselt sein, versuchen Sie einen Fensterblick auf freie Natur zu bekommen. Falls dies nicht möglich ist, hängen Sie Naturbilder im Krankenzimmer auf.  

Selbstheilungs-Coach Gerald Hagler

Dieser Artikel ist ein Auszug des Buches „So funktioniert Selbstheilung“ (245 Seiten) von Gerald Hagler.

Gerald Hagler lebt und arbeitet als Selbstheilungs Traininer und Autor in Thailand.

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