Eigenverantwortung

Was Eigenverantwortung, Disziplin und Selbstvertrauen mit Selbstheilung zu tun haben

Viele Menschen werden deshalb krank, weil sich Stagnation in einem oder mehreren Lebensbereichen eingeschlichen hat. Der Fluss und Austausch der Energien, die immer wieder ausbalancieren und reinigen, stockt dann.
Aber auch das Gegenteil, nämlich zu viel Aktivität kann den Körper einseitig be- und letztlich überlasten.

Ich gehöre zu denen, die dazu tendieren „es zu übertreiben“. Und so hat mich kürzlich ein Peitschenschlagsyndrom (Schleudertrauma) gezwungen, innezuhalten, auszuruhen, und zu fokussieren.

Mich in gewisser Weise gezwungen, geradeaus zu schauen, und sonst nirgendwo hin.

In diesem Video beschreibe ich, was passiert ist und analysiere, wie es dazu kam:

In den Tagen darauf kam also konzentrierte Selbstheilungs-Arbeit auf mich zu. Ich habe diese täglich protokolliert:

Entwicklung des Schleudertraumas:

 Tag 0:

Ich fahre mit bereits lädierter Halswirbelsäule eine längere Tour auf einem hart gefederten Motorrad. Und das mit meinem schwersten Helm. Als ich eine heftige Bodenwelle durchfahre macht es einen Knacks im Nackenbereich und mir ist klar: Hier kommt Heilungsarbeit auf mich zu. Eine Gelegenheit, Deine Selbstheilungs-Philosophie einmal an Dir selbst zu testen. Am Abend bin ich mehr oder weniger bewegungsunfähig. Das CT Bild, das zu diesen Schmerzen passt kenne ich. Was der Arzt dazu sagt auch. Aber vorerst hoffe ich auf die heilende Kraft des Schlafes. Keine Schmerzmittel, nur ein Halstuch sollen vor dem Zug der Klimaanlage nachts schützen.

 Tag 1:

Morgens stelle ich fest: keinerlei Besserung. Im Gegenteil. Die Schmerzen sind enorm. Und zwar egal ob ich sitze stehe oder lege. Die Sache fühlt sich, wie ein Bandscheibenvorfall und sehr wahrscheinlich ist es auch ein solcher. Wäre ja nicht das erste Mal.

Mir ist klar, ich benötige eine Halskrause um den Nacken abzustützen, ansonsten sind die Schmerzen fast unerträglich, selbst, wenn ich versuche, den Kopf bewegungslos zu verharren. Ich fahre also mit dem Roller wie auf Eiern in die 2 km entfernte Großapotheke, wobei mir jeder Kieselstein Höllenschmerzen bereitet.  Glücklicherweise finde ich eine gut passende Halskrause. mit dieser schlafe ich auch – dankbar ob solcher Errungenschaften, denn ohne würde ich wohl kein Auge zutun.

 Tag 2

Um 7 Uhr stehe ich kurz auf und bereite mir ein gesundes Frühstück zu und lege mich danach wieder ins Bett. Das nächste Mal wache ich um 13:30 Uhr auf. Der Körper hat eindeutig einen hohen Regenerationsbedarf. Am Nachmittag erledige ich ein paar Dinge in der Stadt wobei ich diesmal überallhin zu Fuß gehe. Das fühlt sich gut an und obwohl ich die Halskrause abgenommen habe, fühle ich nur vergleichsweise geringe Schmerzen.

Am abend gebe ich dem Impuls nach, die Schulter- und Nackenmuskulatur durch Krafttraining aufzubauen.  Ich gehe also ins Fitnesscenter, löse dort gleich eine 2 Monatskarte und beginne mit sanftem Krafttraining für meine Problembereiche. Das fühlt sich hervorragend an.

 Die Halskrause habe ich  seit dem frühen Nachmittag  nicht mehr verwendet. Schmerzen sind – verglichen zu gestern – minimal, allerdings versuche ich auch wirklich, den Kopf  soweit möglich ruhig zu halten. Auch die Nacht werde ich ohne Halskrause verbringen.

Wenn es sich richtig anfühlt ist es das auch. Wieder am Motorrad, mitten im Jungel (Tag 5) – auch so funktioniert Heilung

 Tag 3
Ohne besondere Vorkommnisse. Wäre das Wetter nicht so regnerisch, ich würde eine Motorrad Ausfahrt machen. Mit gut gefederter Enduro und einem Fahrrad Helm, wohlgemerkt. Das wäre gut fürs Gemüt, und was die Seele streichelt, tut auch der Gesundheit gut. Wetterbedingt wird es aber ein Arbeitstag vor dem Rechner. Von den Schmerzen her würde ich sagen: wie gestern, also nur mit leichten Bewegungseinschränkungen….

 Tag 4

Leichte Rückschritte. Nach dem Aufwachen ist jede Bewegung sehr schmerzhaft. An den Haaren ziehe ich den Kopf mit hoch, als ich den Körper langsam aus dem Bett drehe. Die Hals- und Nackenmuskulatur ist eine einzige Schmerzquelle, egal bei welcher Bewegung. Würde mich jemand beobachten, wie ich den eigenen Kopf an den Haaren hochziehe – er würde wohl herzhaft draufloslachen – wäre da nicht mein schmerzverzerrtes Gesicht. Die Halskrause kommt wieder zum Einsatz. Am Nachmittag geht´s wieder ab ins Fitnesscenter. Direkt danach fühle ich mich weitaus besser. Das Krafttraining scheint – wieder mal – eine Schlüsselrolle zu spielen. Wohlgemerkt, spezifische Übungen für den Nacken- und Schulterbereich. Nachts schlafe ich ohne Halskrause.

 Tag 5
Immer noch Schmerzen. Dies ist einer der Tage, wo man ins Zweifeln kommen könnte. Wird das auch diesmal wieder von selbst heilen? Allerdings komme ich bei meinem derzeitigen Arbeitsprojekt gut voran. Jeder kleine Erfolg zählt jetzt, jedes Gefühl, etwas in eine konstruktive Richtung bewegen zu können stärkt das Selbstvertrauen und damit die Selbstwirksamkeit. Das ist besser als jedes Schmerzmittel. Apropos: obwohl zuhause vorhanden, habe ich immer noch keine Schmerztablette eingenommen. Muss aber dazusagen, dass ich wirklich einiges aushalte und gerne warte, bis es wirklich nicht mehr anders zu ertragen ist, bevor ich mir diese nebenwirkungs-behafteten Helfer einwerfe.
Nachmittags steige ich aufs Motorrad und fahre eine Runde im nahen Jungel. Balsam für die Seele. Und der Nacken? Zumindest keine Verschlimmerung. Abends versuche ich, passende Übungen für den Nackenbereich zu finden. Mein Schlafzimmer Türstock kommt zum Einsatz. Auch hier wieder: ein ungewohntes Bild, das amüsiert. Aber: Ich freue mich, eine Übung gefunden zu haben, die mir sofort Erleichterung verschafft.

Übung für Schleudertrauma
Ich und der Türstock: Den Kopf gegen einen Widerstand nach hinten zu drücken, schafft Erleichterung

 Tag 6

Ich bin in der Lage, den Kopf morgens ohne Schmerzen vom Kissen hochzuheben. Das was schon länger nicht der Fall. Ein Durchbruch? Ein kleiner auf jeden Fall. Ein Umstand, der es sich lohnt, Freude und Dankbarkeit aufkommen zu lassen. Von Heilung zu sprechen, wäre noch zu früh. Aber der Tag lief ohne die üblichen Schmerzen beim Drehen des Kopfes ab.
Ja, das könnte was werden…. was heißt könnte – es WIRD 😉

 Tag 7

Sieht gut aus! Nachmittags kraule ich ein paar Runden im Pool. Schmerzfrei. Nur noch eine ganz starke Drehung des Kopfes verursacht einen leichten Schmerz in der Nackenmuskulatur. Ich betrachte das Schleudertrauma als fast geheilt. Es ist jedenfalls unwahrscheinlich, dass es nochmals in der alten Intensität aufflammt..
Jetzt muss ich nur noch darauf achten, Schockeinwirkirkungen, wie sie beim Motorrad Fahren oder Kitesurfen auftreten können, in den nächsten Tagen zu vermeiden.
Ich freue mich, dass ich es wieder einmal geschafft habe.

Welche Maßnahmen habe ich ergriffen? Wie gelingt Selbstheilung?

  • mental: Stressreduktion:
    erstmal alles Loslassen, was belastet und verspannt.
    Fokus auf das, was jetzt in diesen Tagen wesentlich ist, Lösungen finden für akute Themen
  • physisch: Krafttraining, Gehen, Türstock-Übung
    ich war 3 mal in dieser Woche im Fitnesscenter, habe mit hoher Belastung trainiert (ausschließlich Krafttraining). Außerdem ging ich viel zu Fuß in dieser Woche, mehr als sonst und entdeckte, wie diese fast vergessene Fortbewegungsart auch geistig entspannt. Ich habe so eine Gewohnheit entdeckt, die beizubehalten sich lohnt!
    Dazu erwähnenswert: oben dargestellte, selbst gefundene Türstock-Übung.
  • feinstofflich: Heilatmen, klassische Musik, Bengston Heilmethode
    selbstverständlich habe ich nicht auf die Eigenbehandlung durch Bengston Watte verzichtet. Dazu viel klassische Musik gehört und wohltuenden Atemtechniken praktiziert – wann immer ich daran dachte. Und noch eine kleine aber wirkungsvolle Sache: still werden. Kein Handy, kein Fernsehen, kein Radio. Augen schließen und das Jetzt genießen 😉

In Video Nr.2 – exakt 8 Tage nachdem ersten entstanden – stelle ich dar, was der wohl wichtigste Faktor in diesem Heilprozess war (und wahrscheinlich auch in jedem anderen ist):

Klar, es handelte sich hier nur um ein Schleudertrauma und nicht um eine Krebserkrankung. Aber: Könnte diese Vorgangsweise als Blaupause für einen Heilungsprozess allgemein herhalten? Ich denke: Ja.

Wenn Du die eine oder andere Maßnahme ebenfalls gerne integrieren oder eine Begleitung auf Deinem individuellen Weg zur Gesundheit überlegst, lass es mich wissen. Whatsapp/Telegram: +66869441223

Welche Maßnahme wäre auch für Dich oder für jemanden in deinem Umfeld hilfreich? Ich würde mich freuen, von Dir zu hören!

3 Kommentare

  1. ganz ganz tolle Infos, kann mich nicht erinnern so eine informative Webseite gesehen zu haben!! Durfte auch schon die Wirkung vieler dieser Maßnahmen spüren (Krebs) und kann nur sagen, dass Gerald es ganz super versteht, Menschen zu motivieren und auch Heilerfolge zu erzielen…..

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.